Was sind die Ursachen für Übergewicht?

Generell ist diese Frage mit einem Satz zu beantworten: Weniger Bewegung bei einer erhöhten Kalorienzufuhr muss ja eine Gewichtszunahme zur Folge haben.

Gingen viele Menschen früher einer Arbeit nach, die sie auch körperlich forderte, so sitzen die meisten von uns heute vor einem PC und bewegen sich nur noch sporadisch.

Fettes Essen und Süßigkeiten bleiben nicht ohne Folgen. Dazu noch Getränke, die ungeheuer viel Zucker enthalten und ebenfalls für eine vermehrte Gewichtszunahme sorgen.

Ein Glas Limonade enthält zum Beispiel 5 Eßlöffel Zucker, also ca. 100 g. Stellen Sie sich einmal vor, Sie sitzen vor 100 g Zucker und löffeln diese in sich hinein. In den sogenannten Softdrinks ist zusätzlich noch Alkohol enthalten, das heißt, diese Getränke sind noch kalorienhaltiger.

Viel Milch trinken ist zwar gesund für die Knochen und beugt eventuell Osteoporose vor – aber 100 ml Milch enthalten 64 Kilokalorien – bei einem Liter Milch pro Tag sind das satte 640 Kalorien!

Wer weniger Kalorien verbraucht, als er zuführt, speichert die überschüssige Energie als Fettreserve.

Eine große Rolle spielt unser Grundumsatz oder auch Ruheumsatz genannt. Der Grundumsatz ist die Energie, die zur Aufrechterhaltung der lebensnotwendigen Stoffwechselvorgänge und Körperfunktionen gebraucht wird, wenn sich unser Körper im Ruhezustand befindet. Jeder Mensch hat einen anderen Grundumsatz, das ist gewissermaßen bis zu einem gewissen Grad festgelegt.

Dann gibt es natürlich auch noch den Arbeitsumsatz. Also die Energie, die für unsere physischen Aktivitäten, sprich Bewegung aufgewendet wird.

Der Arbeitsumsatz lässt sich natürlich leicht puschen. Sport steigert diesen Umsatz.

Das liegt klar auf der Hand – wer sich mehr bewegt, verbraucht mehr Energie!

Um die Nahrung, die wir zu uns nehmen, zu verwerten, braucht der Körper ebenfalls Energie. Nahrungsfette werden mit einem relativ geringen Energieaufwand in Körperfett umgewandelt. Für die Verwertung von Kohlehydraten benötigt der Körper relativ viel Energie.

Diejenigen, die sich also fettreich ernähren, nehmen schneller zu. - Eigentlich nichts Neues.

Aber auch soziokulturelle Hintergründe beeinflussen auf unterschiedlichste Art und Weise unsere Essgewohnheiten. Mal kurz zusammengefaßt: Wer ißt in welcher Region was, wie schnell und auch wie viel. In Bayern essen die Menschen mehr Schweinshaxen und trinken mehr Bier dazu – in Hamburg mehr Fisch und trinken dazu Alsterwasser? Mal ganz grob überrissen!

Die Erbanlagen spielen selbstverständlich auch noch eine Rolle. Wobei nicht das Übergewicht an sich vererbt wird, sondern nur die Veranlagung dazu. Wer sozusagen einen erblich bedingten niedrigen Grundumsatz hat, kann diesen beeinflussen, indem er seinen Arbeitsumsatz erhöht.

Schon schließt sich der Kreis – mehr Bewegung, weniger Fettpölsterchen!!

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